Ein Abend voller Kultur am Jüdischen Gymnasium

Seit mehr als 15 Jahren finden sich an einem Abend des zweiten Schulhalbjahres in der Aula des Jüdischen Gymnasiums Musik- und Kulturliebhaber*innen zusammen, um zu erleben, was Schüler*innen der unterschiedlichen Altersklassen für den (oder die) „Kultursplitter“ vorbereitet haben. Vieles davon entsteht im Unterricht, vornehmlich unter Anleitung von Sprachlehrerinnen und Musiklehrern. Aber auch selbstständig erarbeitete Auftritte, wie Marvins unnachahmliche „Känguru-Chroniken“, finden selbstverständlich Aufnahme in das Programm. Diese Darbietung der „Känguru-Chroniken“ bilden dabei mittlerweile ebenso eine Konstante wie die Tatsache, dass diese immer mehr als nur sehr gut besuchte Veranstaltung ohne das Engagement von Ulla Berhanu nicht möglich wäre.
Auch in diesem Jahr brillierten Schüler*innen mit russischen Gedichten ebenso wie mit dem Alltime-Klassiker „Der Zauberlehrling“. Erstmals trugen Schüler*innen Gedichte in ihrer italienischen Muttersprache vor, die sie in der Arbeitsgemeinschaft „Madre Lingua“ mit dem Mathelehrer und Italiener Gioardano Cantù erarbeitet haben. Hebräisch war mit einem kleinen Theaterstück über das Hebräischlernen vertreten. Alle fremdsprachlichen Beiträge wurden entweder auch in einer deutschen Fassung vorgetragen oder durch die großartigen Moderatorinnen aus den Klassen 6 und 7a, Hanna und Helin, entsprechend anmoderiert.
Die Musiker*innen in der Schülerschaft zeigten ihr Können sowohl am Klavier als auch an Cello, Kontrabass, Harfe, Klarinette… Dabei besonders hervorzuheben ist eine Variation von „Adon Olam“ für Klarinette und Kontrabass, die Boris Rosenthal mit Lea (Klasse 6) und Stella (Klasse 7c) einstudiert hat. Aber auch die Bands der Oberstufe wurden vom Publikum frenetisch gefeiert.
Dieses begeisterte Publikum fragte zum Abschluss schon nach dem nächsten „Kultursplitter“, wohl wissend, dass wir dann zum (vorerst) letzten Mal Marvin Raves (Q2) Version der „Känguru-Chroniken“ hören werden.

BU: Dass man den „Zauberlehrling“ nicht einfach nur als einzelne Person rezitieren kann, zeigte in einer beeindruckenden Chorfassung für 22 Zauberlehrlinge, eine Hexenmeisterin und einen Besen die Klasse 5 unter der Leitung von Ulla Berhanu.

Hauke Cornelius